Erfolgsgeschichte Birgit Nöckl

14

August

Ganzheitliche Aus- und Weiterbildung – Die Erfolgsgeschichte Birgit Nöckl

Birgit Nöckl ist in einem Friseursalon aufgewachsen, schon ihre Eltern waren Friseure, also hat sich die Frage nach dem Berufswunsch bei der Vorarlbergerin gar nicht bewusst gestellt. Ihre Lehre hat sie dann auch bei ihren Eltern absolviert, zumindest im zweiten und dritten Lehrjahr. Das erste Lehrjahr verbrachte sie in der Friseurschule Meininghaus (wie Marco Inmann), anschließend konnte sie im elterlichen Salon sofort am Kunden arbeiten. „In anderen Salons wäre das so nicht möglich gewesen, bei meinen Eltern konnte ich sofort meine Ideen einbringen und umsetzen“, so Birgit heute.

Nach der Meisterprüfung sehnte sich Birgit nach neuen Herausforderungen. Wie der Zufall oder das Schicksal es will, war dort eine Stelle in der Landesberufsschule Feldkirch ausgeschrieben. Birgit erkannte: Die Ausbildung von anderen war ihr Weg, ihre Berufung. Durch die 3-jährige pädagogische Ausbildung hat nicht nur Birgit Nöckl, sondern auch ihre Lehrlinge im Salon profitiert. „Ich habe immer parallel in der Berufsschule und im Salon gearbeitet, konnte die jeweiligen Fähigkeiten also bei beiden Tätigkeiten gut einsetzen.“

Im Jahr 2003 wartete eine neue Herausforderung auf Birgit Nöckl, als sie den Salon ihrer Eltern übernahm. Neben der Umgestaltung und Planung reduzierte sie ihre Berufsschulzeit auf einmal pro Woche. Im Salon in Sulzberg konzentriert man sich auch heute noch ganz auf Haare, Birgit Nöckl wollte aber immer einen ganzheitlicheren Ansatz in ihrem Salon umsetzen.

2008 war es dann soweit: In der neuen Lokalität in Bregenz konnte auf 360m2 erstmals ein ganzheitlicher Ansatz mit Kosmetik, Fußpflege, Visagistik und Friseur umgesetzt werden. „Wir versuchen unseren Kunden allgemein mehr Wohlbefinden und mehr Schönheit bei ihrem Besuch mitzugeben, das funktioniert mit unseren verschiedenen Bereichen sehr gut.“ Mit vier Mitarbeitern hat Birgit begonnen, heute sind es 40. Auch der elterliche Salon in Sulzberg ist mit acht Mitarbeitern noch geöffnet und erfolgreich. Mittlerweile ist auch in Egg der ganzheitliche Ansatz angekommen, dort wurde im Jahr 2016 der dritte Salon von Birgit Nöckl eröffnet.

Ausbildung ist nach wie vor ein wichtiges Standbein für die Vorarlbergerin. In ihrem Team ist derzeit nur eine Friseurin, die nicht bei ihr schon die Lehre absolviert hat. Grundsätzlich liegt der Hauptfokus der Ausbildung auf dem Kernberuf Friseur, zusätzlich kann man dann noch Ausbildungen in Kosmetik oder Fußpflege absolvieren. „Es ist immer der Grundstamm Friseur und eine weitere Spezialisierung. Dadurch sprechen wir eine Vielzahl an Bewerbern an, die sich beruflich mit dem ganzheitlichen Ansatz identifizieren können.“ Jährlich gibt es etwa zehn Lehrlinge in Birgit Nöckls Team.

„Ohne Ausbildung wäre unser Unternehmen nicht so schnell gewachsen“, meint Birgit heute. Durch die geografische Lage von Vorarlberg müsse man sich früh engagierte Leute suchen und versuchen, diese im Land zu halten. Die Qualität ist laut Birgit immer noch sehr gut, kein Wunder, dass ihre Lehrlinge oft die Landessieger und Bundessiegerinnen bei den Lehrlingswettbewerben stellen. „Es macht mir immer noch sehr viel Spaß, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. Wenn sie wollen, bringe ich ihnen alles bei.“

Die Freude am Beruf sei bei ihren Lehrlingen auch spürbar. Derzeit bereitet Birgit ihre Schützlinge auf die Gesellenprüfung vor, wo die meisten noch sehr nervös sind. „Eigentlich braucht sich aber keiner Sorgen machen, von unseren Lehrlingen ist noch nie jemand durchgefallen.“ Mit einer guten Ausbildung könne man da ganz entspannt ins Berufsleben starten.

„Friseur sein ist ein Beruf mit unglaublich viel Bestätigung. Wenn man sechs bis acht Kunden pro Tag bedient und diese sich wirklich über deine Leistung freuen, gibt es nichts Schöneres.“