Erfolgsgeschichte Harald Gwechenberger

26

März

Vor ungefähr 30 Jahren begann Harald Gwechenberger mit seiner Lehre bei einer Friseurfamilie in Radstadt. Doch für Harald Gwechenberger war nicht immer klar, welchen Beruf er später einmal ausüben möchte. Denn eigentlich wollte er Klavierbauer werden und hatte auch schon einen fixen Lehrplatz. Etwas „vorbelastet“ war er schon, denn seine Mutter war auch gelernte Friseurin, doch den ausschlaggebenden Grund lieferte sein Großvater, der ihm riet Friseur zu werden. Der Beweggrund war ganz einfach, es gab nämlich noch keinen Friseursalon in seinem Heimatort St. Martin am Tennengebirge im Pongau und nach reichlicher Überlegung befand man dann, dass es besser und zukunftssichernder wäre den Beruf als Friseur zu lernen. In seiner Freizeit ist er immer noch ein leidenschaftlicher Hobbymusiker und spielt Klarinette.

An seine Lehrzeit erinnert er sich gerne zurück, auch wenn die Bedingungen damals noch ganz andere waren. Mittlerweile ist Herr Gwechenberger seit 30 Jahren ausgelernt und sagt selber, dass er wirklich sehr viel in dieser Zeit lernen konnte und es ein wundervoller Abschnitt in seinem Leben gewesen sei. Im Unterschied zu damals denkt Herr Gewechenberger, dass es heutzutage wichtig ist, die Menschlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Die Kommunikation zum Auszubildenden auf Augenhöhe zu stellen, das ist wichtig für den Teamzusammenhalt. Heute bildet er selbst junge Lehrlinge aus und findet, dass wichtigste bei einem Neuzugang im Team ist, dass der Charakter dazu passt. Nur auf einer Ebene kann man gut miteinander kommunizieren und arbeiten. Was sich bei Herr Gwechenberger im Gespräch herauskristallisiert ist, dass es ihm wirklich eine Herzensangelegenheit ist, dass der zukünftige Lehrling ins Team passt und der schulische Werdegang eher eine untergeordnete Rolle spielt. Herr Gwechenberger sucht Nachwuchs, der wie er mit Liebe, Leib und Seele an die Arbeit herangeht.

Unglaubliche Geschichte in der Laufbahn eines Friseurs

Herr Gwechenberger liebt seinen Beruf und das merkt man auch, als er mit seiner positiven Art und Persönlichkeit schmunzelnd ein kurioses Erlebnis schildert: Während dem Stylen einer Kundin in Gastein, wo er beruflich auch tätig war, springt diese auf und rennt wie ein wildgewordenes Huhn in Richtung Toilette. Nach langen 15 Minuten des Wartens, machten sich Herr Gwechenberger und sein Team sorgen, ob es der Dame denn gut geht. Doch dann kam die Dame wieder an ihren Platz und schilderte das Unglaubliche: „Ich habe meinen Mann beim Betreten des Salons im Spiegel gesehen und er hat mich in 40 Jahren Ehe noch nie mit nassen Haaren gesehen – ich wollte diese Situation vermeiden.“

Liebe und Leidenschaft zum Beruf

Für Herrn Gwechenberger ist der Friseurberuf mehr als nur ein Beruf. Seine ganze Leidenschaft und sein Herzblut stecken dahinter. Bei der Frage, was seinen Werdegang so besonders macht, erzählt er: „Mein Beruf bringt verschiedene Aspekte auf eine Ebene. Man vereint Kreativität mit dem Kundenkontakt und es gibt nicht nur den Alltag: Man kann auch nebenbei mit Fotografen zusammenarbeiten, sich künstlerisch ausleben und kein Tag ist wie der andere.“ Er beschreibt, dass man einen geordneten Lebensalltag mit einer wunderschönen Fantasiewelt kombinieren kann und genau das ist der Grund, warum ihm der Friseurberuf so gut gefällt.

Bei der Frage nach seinen wichtigsten Meilensteinen, ist Herr Gwechenberger sehr zurückhaltend, weil er findet, dass müsse man nicht so breittreten. Trotzdem erzählt er gerne, dass er jedes Jahr in London als Gast auf Fortbildungen unterwegs ist und sehr viel bei Bühnenshows in ganz Österreich frisiert hat. Dankend möchte er Frau KR Kottmaier Reischl erwähnen, der ihr seiner Meinung nach sehr viel zu verdanken hat.

Kontaktdaten:
http://www.haary.at