Erfolgsgeschichte Maria Steiner

9

Oktober

Viele Erfahrungen und ein eigener Salon – Die Erfolgsgeschichte Maria Steiner

In ihrer Jugend hat Maria Steiner aus Hopfgarten in Tirol – wie so viele Jugendliche – nicht gewusst, was sie machen möchte. Ihre Mutter hat ihr zu etwas praktischem geraten, Schneiderin oder Friseurin. „Also Schneiderin war definitiv nix für mich, darum bin ich Friseurin geworden“, so die heute 47-jährige Tirolerin. Nach ihrer Schnupperlehre war sie dann fix als Lehrling in der Niederau angestellt. „Man braucht schon Durchhaltevermögen im ersten Lehrjahr, da war ich auch noch nicht so begeistert, weil es mehr Hilfstätigkeiten als tatsächliche Arbeit am Kunden ist.“

Sobald es aber direkt an die Kunden ging, war Maria begeistert. Während ihrer Lehrzeit nahm sie auch vermehrt und erfolgreich an den Landeslehrlingswettbewerben teil. Nach drei Jahren Lehrzeit schloss sie die Lehre ab und wechselte den Betrieb. Obwohl ihr Lehrbetrieb sie behalten hätte, wollte Maria noch mehr Erfahrungen in unterschiedlichen Salons sammeln und die Branche aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen.

In Söll war sie dann zwei Jahre in einem Salon tätig, der der jungen Friseurin nicht ganz so entsprach: „Das war ein traditioneller Salon mit tendenziell älterem Publikum, da kamen meine gerade erst erlernten modernen Farb- und Schneidetechniken nicht so oft zum Einsatz.“ Danach verschlug es sie nach Kirchbichl, wo sie weitere fünf Jahre lang wertvolle Erfahrungen sammelte. Im neuen Salon in Wörgl entschloss sie sich dann nach weiteren fünf Jahren, in ihrer beruflichen Karriere den nächsten Schritt zu tun und die Meisterprüfung zu absolvieren.

Die Selbstständigkeit war da noch nicht das Ziel. Erst während des Kurses, als alle Kollegen als Grund für die Meisterprüfung die Selbstständigkeit angaben, hat auch Maria diese Möglichkeit in Erwägung gezogen. Im Jahr 2000 war es soweit: In ihrem Heimatort hat Maria ihren Salon eröffnet. „Gerade zu Beginn hatte ich großes Glück mit meiner Mitarbeiterin und meinem Lehrling, da ich dann gleichzeitig auch ein Kind versorgen musste.“ In dieser Zeit haben aber nicht nur ihr Team, sondern auch ihre Eltern mitgeholfen.

Im Salon bietet das fünfköpfige Team alles an Dienstleistungen außer Haarverlängerungen. Zusätzlich wird natürlich auch die Augenkosmetik mit Wimpern färben, etc. abgedeckt. Obwohl die Kundschaft großteils aus Stammkunden besteht, legt Maria großen Wert darauf, dass sowohl die Kunden als auch das Team innerhalb des Salons flexibel bleiben: „Natürlich gibt es viele, die gerne zu ‚ihrer’ Friseurin wollen, da sind aber sowohl Kunden als auch Mitarbeiter flexibel, mal wieder zu einer Kollegin zu geben bzw. dieser den Kunden zu ‚überlassen’.“

Auch ihr Lehrling ist stark in dieses Team einbezogen, wie schon ihre zahlreichen Kolleginnen vor ihr, die teilweise auch Lehre mit Matura absolviert haben. Neben der klassischen Lehre kann sie jederzeit Modelle mitbringen und üben und wird auch schon mal auf Schulungen geschickt, wenn sie das möchte. „Mir ist es wichtig, den Lehrlingen nicht nur die Arbeit zuzuschanzen, die sonst keiner will – wir helfen hier alle zusammen.“

„Es hängt immer von einem selber ab: Wenn man möchte, kann man alles lernen, aber es kommt auf dich an.“