Erfolgsgeschichte Melanie Dengg

18

Juli

Lehrmeisterin mit Herz – Die Erfolgsgeschichte Melanie Dengg

Schon im Kindergarten wusste Melanie Dengg aus Ramsau: Ich will Friseurin werden! „Ich erinnere mich, wie ich schon ganz früh meiner Mama die Haare machen und neue Stylings an ihr ausprobieren durfte“, erzählt die 33-Jährige. Um ihren Berufswunsch zu verwirklichen, entschied sich Melanie nach der Pflichtschule für eine Friseur-Lehre. Inzwischen besitzt die Zillertalerin ihren eigenen Salon „Secret Hairdesign“ in Fügen und betreut dort momentan selbst zwei Lehrlinge.

Die Förderung von angehenden Friseuren ist für Melanie ein wichtiger Bestandteil in der Lehrlingsausbildung. Und das hat einen guten Grund: In ihrer eigenen Lehrzeit hatte sie das Glück eine Chefin zu haben, die sie in allen Bereichen unterstützte. So fuhr sie Melanie jeden Donnerstag nach der Arbeit persönlich nach Innsbruck, damit sie dort für das Preisfrisieren trainieren konnte. Währenddessen hat sie auf ihren Schützling gewartet und Melanie anschließend wieder nach Hause mitgenommen.

Nachdem Melanie ihre Lehrzeit erfolgreich abschließen konnte, stellte sie ihre Fähigkeiten als Salonleitung in Fügen unter Beweis. Kurze Zeit später ergriff die Zillertalerin die Chance den Salon zu übernehmen. Seit 2010 ist Melanie stolze Besitzerin ihres eigenen Salons, der durch laufende Modernisierungsmaßnahmen bei Kunden aus nah und fern gerne aufgesucht wird. Derzeit beschäftigt Melanie neun Mitarbeiterinnen, darunter einen Lehrling im zweiten Lehrjahr, ihren zweiten Lehrling hat die Zillertalerin über das AMS-Projekt „Die Berater“ kennengelernt. Hier können junge Menschen ohne fixen Lehrplatz jeweils zwei Monate lang in unterschiedlichen Betrieben arbeiten, um ihren Traumberuf zu erlernen. Der Salon von Melanie war für Melissa die dritte Station, bei keinem der vorherigen Unternehmen konnte die junge Friseuranwärterin einen Fixplatz ergattern. Die Friseurin mit Herz hat aber beschlossen, Melissa einen Ausbildungsplatz für den Rest der Lehrzeit zur Verfügung zu stellen: „Als Melissa wusste, dass sie geschätzt wird, ist ihr der Knopf richtig aufgegangen. Sie ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil unseres Teams„, sagt Melanie.

Mit ihrem „All Girls“-Salon hat sich Melanie auf Bräute spezialisiert. Angefangen von der Frisur über das Make-Up bis hin zu Foto-Shootings – Melanie und ihr Team wollen sicher gehen, dass im bekanntlich schönsten Tag im Leben einer Frau nichts schiefgeht. Im Sommer fährt Melanie selbst oder ein Teammitglied zu den atemberaubenden Locations, wo sich dann die Brautleute das Ja-Wort geben. Außerdem besuchen die „Secret Girls“ regelmäßig Schulungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und seinem Kundenstamm ein umfassendes Produktangebot bieten zu können.

Obwohl ein reines Frauen-Unternehmen natürlich gewisse Herausforderungen in der Koordination mit sich bringt, kann die 33-Jährige ein konstantes Team halten. Lehrlinge für ihren Betrieb zu begeistern fällt ihr leicht, nur kompetente Fixkräfte zu finden wird schwieriger, sagt Melanie. Der Grund: Die Friseurmeisterin setzt ein gewisses Know-how voraus. „Durch Fleiß kann jeder in diesem Beruf sehr erfolgreich sein und eigentlich tun, was er will. Wenn du gut bist, kannst du überall arbeiten.“

Dass Engagement belohnt wird, beweist Melanie selbst: Die Zillertalerin wurde beispielsweise für den Hairdressing-Award nominiert in den Kategorien Damen und Herren. Dieser Award wird seit 2007 an die besten Friseure in Österreich verliehen, die zuvor durch Einreichungen und Nominierungen ihr Können unter Beweis stellen müssen.

„Friseur sein ist einfach alles: interessant, breitgefächert und wird nie langweilig. Mit der richtigen Einstellung kannst du alles schaffen. “