Erfolgsgeschichte Norbert Grabnegger

25

September

In fünfter Generation Friseur – Die Erfolgsgeschichte Norbert Grabnegger

Wenn die Familie schon seit dem Jahr 1867 einen Friseursalon betreibt, ist natürlich eine Friseurlehre auch für den Sohn in fünfter  Generation naheliegend. „Selbstverständlich hat man als Jugendlicher mitten in der Pubertät aber eigentlich andere Wünsche“, lacht Norbert Grabnegger. Eine Lehre als Koch im Gourmet-Bereich wäre ebenfalls auf der Liste seiner Traumberufe gestanden.

Letztlich absolvierte er seine Friseurlehre allerdings im Familienbetrieb. „Rückblickend muss man sagen, dass diese Entscheidung nicht optimal war, man sieht und lernt vermutlich viel mehr, wenn man in die weite Welt zieht.“ Angehenden Lehrlingen rät er, die Lehrherren gut auszusuchen und überall nach Inspirationen Ausschau zu halten.

Nach seiner Lehrzeit und der Absolvierung des Grundwehrdienstes wurde er im Salon des Weltmeisters Peter Prebio auf die „richtige Linie“ gebracht. Gemeinsam mit ihm hat er Seminare besucht und geführt, Friseure weitergebildet und hat so den Einstieg in die Seminar- und Bühnenwelt geschafft. Seit mittlerweile 18 Jahren hält er für die Firma Schwarzkopf Seminare und ist mit seinen Shows sehr erfolgreich. Seine Leidenschaft führt in um die Welt, Norbert Grabnegger hat schon in Rio de Janeiro und Rom Seminare und Shows abgehalten.

Im Familiensalon „Intercoiffure Norbert Grabnegger“, den er 1996 übernommen hat, beschäftigt er zurzeit 15 Personen, darunter drei Lehrlinge. Seit 21 Jahren werden in Grabneggers Salon jährlich ein bis zwei Lehrlinge aufgenommen. Für ihn sind die Lehrlinge lebenswichtig, auch wenn die Anzahl der Bewerber in den letzten Jahren eher rückläufig ist. Generell wollen weniger Jugendliche eine Lehre machen, gleichzeitig werden auch die Betriebe immer kleiner, sodass eine Lehrlingsausbildung schwierig ist.

Die Lehrlingsausbildung müsse laut Grabnegger also angepasst werden, damit sich eine Ausbildung auch für den Betrieb auszahlt. „Das Wichtigste ist, dass Mitarbeiter sehr gut ausgebildet sind, sodass ein selbstständiges und kreatives Arbeiten gut möglich ist.“

In seinem Salon, wo er außer Kosmetik eigentlich alles aus der Friseursbranche anbietet, versucht er die Lehre so attraktiv wie möglich zu gestalten. Mit spezieller Förderung und Seminaren werden die Lehrlinge zu hochwertigen Friseuren ausgebildet, die Norbert Grabnegger auch im Betrieb behält, sofern es die Wirtschaftslage zulässt. „Die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung war ein guter Anfang, wir gehen in die richtige Richtung und arbeiten aktiv daran, die Lehre attraktiv zu machen.“

„Wenn man Glück hat und seine Chancen nutzt, kann man alles erreichen.“