Erfolgsgeschichte René Hasiba

30

November

Ein ausgezeichneter Friseur – Die Erfolgsgeschichte René Hasiba

Die Motivation, Friseur zu werden, zeigte sich bei dem Salzburger René Hasiba eher ungewöhnlich: Er wollte unbedingt einen Pokal gewinnen. Deshalb hat er sich nach der Polytechnischen Schule für eine Friseurlehre entschieden, die er bei der ehemaligen Landesinnungsmeisterin Hella Kothmayr Reischl absolvierte.

Schon nach wenigen Monaten hatte er sein Ziel erreicht: Drei Monate nach Lehrbeginn gewann er den Landeslehrlingswettbewerb, später auch die Staatsmeisterschaft und kurz vor Ende der Lehrzeit konnte er den Juniorenweltmeistertitel erringen. „Das hatte mit meiner Motivation und Eigeninitiative zu tun, ein guter Lehrherr allein hilft nur bedingt. Während andere Fußball spielten, hab ich mit Modellen trainiert. Das war mein Hobby.

Nach seiner Lehre schlug René erneut einen ungewöhnlichen Weg ein: Er arbeitete eineinhalb Jahre lang zunächst auf einem Kreuzfahrtschiff, bevor er seine Weiterbildung bei BUNDY BUNDY in Wien und bei TONI & GUY in London antrat. Nach weiteren eineinhalb Jahren in London kehrte er nach Österreich zurück, um seine Selbstständigkeit zu planen und seinen eigenen Salon zu konzipieren. „Mittlerweile war die Selbstständigkeit ein weiteres erklärtes Ziel von mir“, so René.

Mit seinem Salon hat er mit 30 m2 klein angefangen, mittlerweile wurde er auf 300 m2 ausgebaut. Auch die Mitarbeiterzahl ist stetig gestiegen, derzeit arbeiten elf Personen für René Hasiba, darunter zwei Lehrlinge. Es wird viel Wert auf Aus- und Weiterbildung gelegt: Junge Stylisten werden durch zweiwöchentliche Trainingsabende und quartalsweise Farb- und Schnittschulungen gefördert. Auch die WIFI- und Wirtschaftskammerangebote werden von Renés Team gerne immer wieder angenommen.

Durch seine zehnjährige Karriere in der Selbstständigkeit hat er sich mittlerweile einen Namen als guter Ausbildner erarbeitet: Im Gegensatz zu vielen Kollegen, die immer auf der Suche nach Talenten sind, kann René aus dem Vollen schöpfen. Alleine letztes Jahr erhielt er über 40 Bewerbungen für seine maximal drei Lehrplätze.

René sieht diese positive Entwicklung auch in Zusammenhang mit seinem Fokus auf Facebook, Online-Booking und Cross Marketing. „Man muss einfach die neuen Medien mitnutzen, da erreicht man gleich viel mehr.“ Sein Salon „H-vantgarde“ steht für ihn für „ein bisschen schräg“, was die Jungen anziehen würde. Dieses „aus der Norm fallen“ spiegelt sich auch im Online-Auftritt des Salons wider.

Der preisgekrönte Friseur – 2009 wurde er u. a. mit dem Austrian Hairdressing Award ausgezeichnet – ist mit seinem Team, darunter neun Mädels und drei Burschen, vor allem auf Blondtöne und Farben spezialisiert. In seinem Salon werden aber sämtliche Friseurdienstleistungen von Schnitten und Farben sowie Haarverlängerungen und dekorative Kosmetik angeboten, in Zukunft auch Nageldesign und Permanent Make Up. Dahingehend wird der Nachwuchs geschult: Bei den Trainingsabenden werden die Haare an Puppenköpfen stückweise reduziert, für die Farbtechniken werden Modelle mitgebracht. „Unsere gute Ausbildung hat sich unter den Lehrlingen herumgesprochen.“

„Jeden Tag ein bisschen besser werden.“