DER FRISEUR, DER UM DIE WELT FLIEGT

15

April

Psychologe, Künstler und Haardoktor in einem: Friseur-Sein will gelernt sein. Seit seinen 20ern ist Christoph Klee leidenschaftlicher Friseur. Ganz nebenbei ist er aber auch weit über den Wolken tätig: und zwar als Flugbegleiter. Mit 23 entschied er sich dafür, eine Karriere als Friseur zu starten. Damit hieß es dann: tagsüber Buchhaltung und Management im Friseursalon der Mutter und abends fleißig frisieren üben – an Ehrgeiz und Liebe zur Arbeit hat es Christoph Klee noch nie gefehlt. Heute besitzt der motivierte Friseur seinen eigenen Salon in Eisenstadt und ganz nebenbei bereist er noch die halbe Welt.

Allround-Talent mit liebe zur Arbeit

Anders als seine Brüder entschied sich Christoph Klee anfangs gegen die Friseurlehre und für eine kaufmännische Ausbildung. Mitte zwanzig wollte er Abwechslung in sein Arbeitsleben bringen, entdeckte seine Leidenschaft und beschloss mit der Ausbildung zum Friseur zu beginnen. „Meiner Lehrzeit wurde ein Jahr nachgelassen, da ich schon im Betrieb meiner Mutter tätig war. Tagsüber habe ich dann alles was mit Management zu tun hatte weiter gemacht und abends noch für meine Friseurausbildung trainiert“, erzählt Christoph. Was Christoph Klee dazu bewegt hat mit 23 eine Friseurlehre zu starten? Die vielfältigen Möglichkeiten, die man in diesem Beruf hat, das positive Feedback der Kunden und dass man sich auch ab und an, auf Kundenwunsch hin, kreativ „austoben“ darf.

Mit 40 entschied sich Christoph Klee dann nochmals zu einer Karriereerweiterung und begann die Ausbildung zum Flugbegleiter. „Meine Mitarbeiter fanden es alle gut, dass ich so spät noch eine weitere Ausbildung mache. Man kann sich schließlich immer weiterbilden“, schwärmt Christoph. Seine Begeisterung zum Haare-Stylen verlor er jedenfalls nie: Vollzeit als Flugbegleiter tätig, kümmert er sich in seiner Freizeit um seinen Salon. „Ich habe schon immer sehr gern gearbeitet. Das braucht es auch, wenn man zwei Jobs gleichzeitig macht“. Eines steht in jedem Fall fest: Ganz gleich ob in Singapur, Amerika oder Österreich – die Liebe zum Friseur-Sein bleibt über die Grenzen hinweg bestehen.

Der Weg zum eigenen Salon

Anfangs waren alle drei Brüder gemeinsam mit ihrer Mutter im gleichen Salon tätig. „Einer meiner Brüder ist nach einiger Zeit aus dem Geschäft ausgestiegen und irgendwann war es dann auch an der Zeit für mich selbständiger zu werden. So haben mein Bruder und ich uns mit einem eigenen Salon selbständig gemacht“ erklärt der kreative Friseur. 2002 entschied sich Christoph Klee dann dafür, seinen ganz eigenen Salon zu eröffnen. „Mein Bruder ist etwas älter als ich und hatte schon sehr viel Erfolg im Friseurbusiness“, also entschied sich Christoph Klee dazu, ebenfalls voll durchzustarten und eröffnete seinen ganz eigenen Salon. Die Entscheidung hat er nie bereut und seit dem ersten April beschäftigt er nunmehr sechs Mitarbeiter. Christoph Klee betont: „Eigentlich übernehme ich fast nur meine eigenen Lehrlinge als Mitarbeiter, zwei von ihnen sind schon über 25 Jahre lang bei mir.“ Im eigenen Betrieb sei es immer schön, wenn man die Mitarbeiter selber ausgebildet hat.

Auf in die Große, weite Welt

„Als ausgebildeter Friseur hat man so viele verschiedene Berufsmöglichkeiten. Als Maskenbildner im Theater, bei diversen Kosmetikanbietern, im Schulungscenter, als Berufsschullehrer oder vielleicht doch als Haare schneidender Flugbegleiter – die Arbeitsmöglichkeiten sind riesig“, sagt Christoph. Als Friseur steht einem also die Welt offen.