Der Spagat zwischen Friseur- und Bühnenliebe

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August

Der Friseursalon von Isabella Johne ist geprägt von Bühnenerfahrung, echter Leidenschaft und viel Arbeit. Die 45-Jährige jongliert Bühnenshows, Trainerarbeit und ihren Salon in Wien mit scheinbarer Leichtigkeit und unendlicher Freude am Beruf. Lernt man die ambitionierte Friseurin kennen, wird eines sofort klar: Langweilig wird es im Studio Hairline im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf bestimmt nie.

Die Friseurin, die die Bühne liebt
Die Wienerin startet nicht nur als Friseurin voll durch, sie plant neben ihrer Karriere eigene Bühnenshows und liebt es selbst auf der Bühne zu stehen. Vor 16 Jahren entdeckte sie diese Leidenschaft, als sie ihre erste eigene Bühnenshow untere dem Motto „Indian Dreams“ gestaltet. Die junge, kreativ- und energiegeladene Friseurin präsentiert bis heute vor gefüllten Sälen Techniken und neue Kollektionen. Denn: „Für mich ist es am Wichtigsten, mein Wissen auch weiterzugeben“, so Isabella Johne. Damals hat sie Blut geleckt und bis heute liefert sie auf der Bühne ab. In diesem Jahr war sie bereits in München, Berlin, Düsseldorf und Frankfurt unterwegs. „Ein Ende? Noch lange nicht in Sicht!“

Viele genützte Chancen
Isabella Johne ist ein echtes Glückskind, denn sie ist quasi zufällig in ihren Traumberuf gerutscht. In jungen Jahren entscheidet sie sich nämlich gegen den für sie langweiligen Weg einer Handelsakademie. Ihr „15-jähriges Ich“ hat damals nur eine vage Vorstellung ihres Traumberufs: „Ich würde gerne Menschen anmalen.“ Mit der Friseurlehre fand sie haargenau, was sie brauchte. „Ich war der erste Lehrling bei einem Jungunternehmer, wir haben einfach gearbeitet, das war voll cool“, erinnert sich die Friseurin. Der eigene Salon vor 20 Jahren war neben unzähligen Diplomen der bislang größte Meilenstein. „Ich wollte einfach mehr“, so die alleinige Geschäftsführerin.

Eine Frisur für jeden Lebensabschnitt
„Ich lebe von Stammkunden“ und mit diesen teilt sie auch die ein oder andere lustige Geschichte. So hat ein Gast einen zusammengekehrten Haarhaufen einst für einen Yorkshire Terrier gehalten und sprang erschrocken über den vermeintlichen Hund. Das ganze Team ist sich jedoch einig: „Wir können uns nicht auf DIE lustigste Geschichte einigen, dafür lachen wir den ganzen Tag zu viel.“ Neben vielen Lachern, Erlebnissen und „lebenden“ Haarhäufen begleitet die Friseurin ihre Kunden durch alle möglichen Lebensabschnitte. So betreut sie den ein oder anderen Stammgast seit 27 Jahren, von der Studentenfrisur bis hin zur Hochzeits-, Scheidungs- und Businessfrisur. Für Isabella Johne ist der Beruf mehr als Haare schneiden: „Es geht nicht immer nur ums Geld, sondern vor allem ums Menschliche“, erklärt die Friseurin.

„Ich arbeite gern“
Isabella Johne kommt aus einer Arbeiterfamilie und bezeichnet sich selbst als echte „Hacklerin“. Diese Einstellung lebt sie auch in ihrem Salon und gilt damit als Vorbild für ihre drei Lehrlinge, die sie liebevoll Assistenten nennt. Diese lernen von ihr „wie man die Zähne zusammenbeißt“ und an sich glaubt. Das Leben ihrer ehemaligen Mitarbeiter verliert sie nicht aus den Augen, so hat einer bereits einen eigenen Salon und ein anderer fünf Kinder. Ein besonderer Kollege ist ihr jedoch geblieben und bereits seit 16 Jahren treu an ihrer Seite: Lebensgefährte Koray Sütcü. Er hat bei Isabella Johne gelernt und sich nicht nur in das Handwerk, sondern auch in die Friseurin selbst verliebt. In Zukunft wird es für das Team sogar einen gemeinsamen Yoga-Kurs geben. „Macht‘s euch bereit!“, kündigt die Friseurin lachend an.

 

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