Ein Beruf – Viele Facetten

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Dezember

Für Martin Strolz ist der Beruf des Friseurs ein besonders vielseitiger. In der Laufbahn des Vorarlbergers finden sich vom Salonbesitzer und Moderator, bis hin zum Präsidenten und Lehrer viele außergewöhnliche Erfolge und spannende Geschichten. Den Salon „Strolz & Haare“ in Schoppernau im Bezirk Bregenz prägt der Friseurmeister vor allem durch sein Organisationstalent, seine Menschlichkeit und nicht zuletzt durch seine guten Gene.

Familie der Friseure
Im Hause Strolz war der Friseurberuf schon immer präsent. Beide Elternteile führten je einen Salon und gaben sowohl Leidenschaft als auch Führungqualität an Martin Strolz und seine Schwester weiter. Schon in jungen Jahren stellte er sich der großen Aufgabe und übernahm das Lebenswerk seiner Eltern. Als wäre die Führung nicht genug, jobbte der damals 22-Jährige nebenbei als DJ Figaro in klassischen Discos und Skigebieten. Dieses Hobby eröffnete ihm eine besonders spannende berufliche Richtung: die Moderation. Seit mittlerweile elf Jahren moderiert der 55-Jährige die Landesmeisterschaften der Friseure und bleibt seiner humorvollen und ironischen Art bei jedem Auftritt treu. Heute hat er sich hauptsächlich auf den Salon in Schoppernau fokussiert, wo nun auch seine Tochter den Friseurberuf erlernt und so die Familientradition weiterführt.

Der Mensch im Mittelpunkt
Eine weltoffene Arbeitsweise und mitarbeiterzentrierte Führung sind feste Bestandteile der Philosophie des Salons „Strolz & Haare“. Was Trends, innovative Techniken und neue Produkte angeht, ist Martin Strolz immer am neuesten Stand. Ebenso wichtig ist der Mensch hinter der Dienstleistung, das beweisen vor allem seine treuen Mitarbeiter. Sie können sich im Salon verwirklichen und werden als die Persönlichkeiten aufgenommen, die sie sind. Diese Einstellung zeigt Wirkung, denn alle seine Angestellten haben bei „Strolz & Haare“ gelernt und sind bis heute geblieben. „Meine Mitarbeiter sind sozusagen ‚Eigenbau‘. Ich habe einfach herausgefunden, dass es so am besten funktioniert! “, schmunzelt der 55-Jährige. Insgesamt hat er bereits 32 Lehrlinge ausgebildet und dabei nicht nur ihr Können, sondern auch ihre Persönlichkeit gefördert.

Friseur und Lehrer
Anfangs als Lehrlingsbeauftragter der Innung, später als Unterrichtender an der Berufsschule, gibt Martin Strolz sein erlerntes Wissen und seine eigenen Erfahrungen weiter. „Ich konnte eine spannende Verbindung zwischen Innung, Schule und Akademie schaffen! Meine Stärke liegt hier definitiv in der Organisation und genau darauf habe ich mich konzentriert“, erzählt der Friseur. Heute ist er der erste Vorarlberger Präsident der Akademie der Friseure und zudem Ausbildender für die Meisterprüfung. Warum dieses Engagement? „Es ist wichtig, nicht nur die Praxis im Salon, sondern auch tiefergreifend die Theorie weiterzugeben!“, so der ehrgeizige Vorarlberger.

Haare & Vino
„Als Friseur lernt man wahnsinnig viele spannende Menschen und Geschichten kennen. Zu manchen Gästen pflegt man auch Freundschaften. Die Einladung zu einer Weinverkostung weckte beispielsweise meine Liebe zur Gastronomie“, so der Friseurmeister. Dieser Leidenschaft geht er heute in seiner eigenen Weinhandlung und Vinothek nach und beweist einmal mehr die Vielseitigkeit der Friseure.

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