Erfolg bis in die Spitzen

17

Januar

Meisterprüfung. Unternehmerprüfung. Staatsmeister. Der Lebenslauf von Oliver Oettl liest sich beeindruckend – Doch das Herz des Friseurmeisters schlägt vor allem für eines: Seine Tätigkeit als Trainer. Denn für ihn gibt es nichts Schöneres als sein Wissen und seinen Erfolg mit möglichst vielen zu teilen – ob nun als Nationaltrainer oder im Salon von Doris Schneider im oststeirischen Gleisdorf (Bezirk Weiz), den er bald selbst führen soll.

ÜBUNG MACHT DEN (STAATS-)MEISTER

Mit seinen 28 Jahren hat Oliver Oettl schon vieles erreicht. Sei es nun der Titel als österreichischer Staatsmeister oder die Rolle als Nationaltrainer im Damenfach: Der junge Friseur befindet sich voll auf Erfolgskurs. Nächster Halt ist die Selbstständigkeit. In vier Jahren übernimmt er den Salon von Doris Schneider im oststeirischen Gleisdorf. Sein Erfolg kommt nicht von ungefähr: „Wenn du einen Job ergreifst und diesen mit Leidenschaft betreibst, dann bringst du es auch weiter. Ich habe meinen Beruf quasi zum Hobby gemacht“, so der Friseurmeister. Mit der Zeit hat Oliver Oettl seinen Fokus immer weiter in Richtung des Trainer-Seins verlagert. „Ich habe die Möglichkeit bekommen, so viel von anderen zu lernen und jetzt ist es einfach an der Zeit, das Wissen auch an die nächste Generation weiterzugeben. Das ist extrem wichtig“, betont der 28-Jährige. Schließlich hat er es selbst so gelernt: Auch seine Mentorin Doris Schneider hat stets an ihn geglaubt und ihn gefördert, wo es nur möglich war. Daher weiß der Friseurmeister auch zu gut, dass dieser Weg keineswegs eine Einbahnstraße ist: „Man kann von jedem etwas lernen. Ich habe mir auch schon Handgriffe von Lehrlingen abgeschaut. Das sollte keine einseitige Beziehung sein. Es ist toll zu sehen, wie viele Salons ihre Lehrlinge pushen. Aber sie bekommen auch viel zurück: Denn die Unterstützung bringt nicht nur den Lehrlingen etwas, sondern auch den Salons, die stolz auf ihre Schützlinge sein können.“

ÜBERS FRISEUR-WERDEN UND FRISEUR-SEIN

Seit seinem 13. Lebensjahr weiß Oliver Oettl genau, dass er Friseur werden wollte. Lediglich die Familie galt es noch zu überzeugen: „Zuerst meinten alle, dass das ja überhaupt nicht geht. Ich komme aus einer kleinen Ortschaft, wo viele meinen, dass der Alltag des Friseurs darin besteht, ein bisschen herumzuschnipseln und ein bisschen die Haare einzudrehen. Der Beruf ist aber viel mehr, wenn man ihn ernst nimmt. Die Leute schenken einem sehr viel Vertrauen. Der Kontakt ist ein sehr persönlicher und geht weit übers Schneiden hinaus“, erzählt der Friseurmeister, dessen Familie dann doch recht rasch begeistert mit an Bord war und ihn seither auch stets in seinen Entscheidungen unterstützt. Und derer gab es auch sehr viele: „Ich wollte immer ein bisschen mehr – hoch hinaus. Ich habe etwa bei vielen Welt- und Europameisterschaften mitgewirkt. Das waren tolle Erfahrungen, die ich jedem empfehlen kann. Man kann sehr viel mitnehmen an Tricks und Handgriffen und man lernt sehr viele Leute kennen“, so Oettl. Der nächsten Friseur-Generation empfiehlt er daher auch, sich stets weiterzubilden und nie auf der Stelle zu treten: „Es zahlt sich aus, sich so viel wie möglich anzusehen. Als Friseur kann man vieles ändern und der Kreativität freien Lauf lassen.“

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