Erfolgsgeschichte Christine Haas

20

November

Friseurmeisterin on Tour – Die Erfolgsgeschichte Christine Haas

Schon in ihrer Jugend hat die Salzburgerin Christine Haas gerne mit Menschen gearbeitet und mit Mode zu tun gehabt. Also hat sie sich für den Friseurberuf entschieden und auch gleich eine gute Lehrstelle gefunden. „Dort hat es sich bewahrheitet, dass das genau das Richtige für mich ist. Und nach mittlerweile 38 Jahren im Friseurberuf bin ich immer noch gerne und voller Leidenschaft dabei“, so die Salzburgerin.

„Damals bei der Lehre war alles ein bisschen anders.“ Ihre Lehrherrin hat viel Einsatz gefordert, die Trainingsabende wurden streng eingehalten. Auch jetzt als selbstständige Meisterin legt Christine viel Wert auf die Ausbildung: „Manchmal muss man die Lehrlinge ein bisschen mehr motivieren, sie lernen ja schließlich für sich und nicht für mich.“ „Meine Chefin hat mich gefordert und gefördert, das möchte ich auch machen.“ Nach ihrer Lehre hat sie mit 20 Jahren die Meisterprüfung abgelegt.

Seit 26 Jahren ist Christine Haas selbstständig, mit mittlerweile drei Salons im Flachgau. Neben ihrem „Stammsalon“ in Köstendorf hat sie 2000 auch einen bestehenden Salon in Neumarkt aufgrund einer Pensionierung übernommen und schließlich 2007 in Henndorf aufgemacht. Mittlerweile beschäftigt Christine Haas insgesamt 17 Mitarbeiter, darunter fünf Lehrlinge. In ihren Salons werden alle Friseurdienstleistungen durchgeführt, in Neumarkt wird auch Kosmetik & Fußpflege angeboten.

In ihrem „All-Girls-Team“ werden auch die Lehrlinge gleich von Anfang an gefordert: Mit dem Training an den Technikköpfen können die Lehrlinge ab dem ersten Lehrjahr zeigen, was sie können. „Das funktioniert immer gut.“ Wichtig sei natürlich auch, ihre Mitarbeiter wertzuschätzen: „Ich bin froh, dass ich sie habe.“

Dennoch müsse man sich auch um seine Mitarbeiter und zukünftigen Nachwuchs bemühen. Christine Haas besucht dafür regelmäßig Lehrlingsmessen oder Schulprojekte, um den Friseurberuf attraktiv zu machen. Dabei ist auch immer ein Lehrling vor Ort. „Man muss Zeit investieren, den Beruf positiv präsentieren und auch etwaige Vorurteile aufklären“, so die Salzburgerin.

Bei manchen Projekten sind mehrere Berufe vertreten und die Schüler können einige Stunden in einem von ihnen gewählten Beruf „schnuppern“. „Beim letzten Mal waren 35 bis 40 interessierte Jungs und Mädels bei mir.“ Von alleine kämen weniger Jugendliche, mit einer gezielten Ansprache könne man aber viele erreichen.

Christine Haas findet auch jedes Jahr mehrere engagierte Lehrlinge. Das Training ist dabei im Lehrvertrag festgehalten. Die Teilnahme an den Lehrlingswettbewerben ist ebenfalls Teil der Ausbildung. Alle ihre Lehrlinge nutzen auch die in Salzburg angebotene Möglichkeit der Zwischenprüfung nach 18 Monaten Lehrzeit: Dort werden die bisherigen Erkenntnisse abgeprüft und bei Bestehen wird sie für die Lehrabschlussprüfung angerechnet.

Kein Wunder, dass ihre Lehrlinge so engagiert sind, ist Christine Haas doch Landesinnungsmeister-Stellvertreterin und Lehrlingswart für Salzburg. Sie ist außerdem Vorsitzende der Lehrabschluss- und Meisterprüfungskommissionen und für die Lehrlingswettbewerbe zuständig. „Dadurch arbeite ich viel mit den Jugendlichen und kann meine eigenen Lehrlinge auch mehr motivieren.“ Das hat gut geklappt, hat einer ihrer Lehrlinge doch 2017 den ersten Platz im ersten Lehrjahr errungen. „Für alle eine wirklich positive und bereichernde Erfahrung.“

„Du lernst für dich selber und nicht für mich. Ich kann vieles zeigen und beibringen, letztendlich kommt es aber auf einen selbst an. Ohne Fleiß kein Preis.“