Erfolgsgeschichte Gerhard Ölz

19

Oktober

Ausbildung als Schlüssel zum Erfolg – Die Erfolgsgeschichte Gerhard Ölz

Sich für eine Ausbildung oder eine Schule entscheiden? Auch der Vorarlberger Gerhard Ölz stand in seiner Jugend vor dieser Entscheidung. Obwohl sein Vater bereits einen Friseur-Salon hatte, war für ihn nicht immer klar, dass er ebenfalls eine Friseurlehre absolvieren würde. Erst nach einigen Probearbeitstagen hat er gemerkt, das ist absolut das Richtige für ihn.

Bei seinem Vater im Salon absolvierte Gerhard dann die Lehre – seiner Meinung nach ein zweischneidiges Schwert: Einerseits hatte der Vater hohe Erwartungen an ihn, die es zu erfüllen galt und die einen gewissen Druck ausübten. Andererseits konnte er nur so viele Auslandsaufenthalte beispielsweise in Deutschland, der Schweiz oder Großbritannien absolvieren. Dort konnte er sich für jeweils drei Monate andere Betriebe (meist mit einer integrierten Friseurschule) ansehen und seine Techniken verbessern, auch das Preisfrisieren erlernte er auf diese Weise.

Nach der Lehrabschlussprüfung wurde er Geschäftsführer im väterlichen Betrieb und bereitete sich gleichzeitig mit dem österreichischen Nationalteam auf die Weltmeisterschaft vor. Anschließend wagte er einen eher unüblichen Schritt: Anstatt den väterlichen Betrieb zu übernehmen, machte er seinen eigenen Salon auf. Obwohl sein Vater anfangs nicht sehr begeistert war, hält Gerhard Ölz seine Entscheidung auch nach vielen Jahren für die Richtige: „Im väterlichen Betrieb waren einfach nicht mehr so viele Entwicklungsmöglichkeiten da und ich hatte den Drang, etwas ganz Neues zu probieren.“

Gestartet hat er mit 15 Mitarbeitern und einer Kundenschicht, die er aus dem väterlichen Betrieb mitgenommen hatte. Heute hat Gerhard Ölz zwei Salons mit mehr als 50 Mitarbeitern. Der Schlüssel zum Erfolg sind seiner Meinung nach vor allem die jungen Friseure. Derzeit bildet er zwölf Lehrlinge aus, in seinen über 30 Jahren Selbstständigkeit hat er insgesamt weit über 200 Lehrlinge ausgebildet.

Auch wenn die Auswahl durch die geburtenschwacheren Jahrgänge etwas zurückgegangen ist, bewerben sich bei Intercoiffeur Ölz immer noch zahlreiche Lehrlinge aufgrund der umfangreichen Ausbildung und des weit verbreiteten guten Rufs. In der Lehrlingsausbildung bei Gerhard Ölz werden laufend Ziele vereinbart, die sowohl der Lehrling als auch der Ausbilder versucht, zu erfüllen. Das Hauptziel ist dabei, im zweiten Lehrjahr selbstständig am Kunden arbeiten zu können.

Von den zwölf Lehrlingen haben sieben dieses Ziel bereits erreicht: Sie arbeiten schon selbstständig am Kunden und schärfen so ihre Fertigkeiten. Dafür hat Gerhard Ölz ein eigenes Preissystem entwickelt – so werden die Lehrlinge gefördert, die Top-Stylisten ihrem Können entsprechend entlohnt und der Kunde kann wählen. „Natürlich sind die Lehrlinge auf dieser Ebene fachlich schon sehr gut, sonst würden wir sie nicht am Kunden arbeiten lassen.“

Aus- und Weiterbildung ist ein zentrales Thema bei Gerhard Ölz. Neben verschiedenen Schulungen bei Partnern wie Schwarzkopf holt er für seine Stylisten auch immer wieder Trainer ins Haus. Die Lehrlinge haben die Möglichkeit ihre Karriere bei ihm zu beginnen und langfristig aufzusteigen. „Ich garantiere meinen Lehrlingen, wenn sie die Ziele erreichen, dass ich bei mir eine Fixanstellung bekommen“, so der Lehrherr.

Während der Lehre müssen sich die Jungfriseure nicht nur im Salon beweisen. Auch bei den Lehrlingswettbewerben nehmen sie regelmäßig teil, wenn es mit dem aktuellen Ausbildungsstand vereinbar ist. „So können sie alles erlernte nochmals erleben und umsetzen und das Messen mit anderen Jung-Friseuren ist positiv für ihren Ehrgeiz.“

„In unserem Beruf braucht es nicht nur Kontaktfreude und Durchhaltevermögen, eine Begeisterung für Mode und vor allem Veränderung ist essentiell.“