Erfolgsgeschichte Peter Schaider

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November

Die große Liebe auf den zweiten Blick – Die Erfolgsgeschichte Peter Schaider jun.

Obwohl die Hairstylistenlaufbahn eigentlich durch eine lange Familientradition vorbestimmt war, entschied sich Peter Schaider jun. zuerst für eine weiterführende Schule, bevor er in den langjährigen Familienbetrieb einstieg und seine Friseurlehre begann. „Ich bin ja in vierter Generation mütterlicherseits und in dritter Generation väterlicherseits Friseur, aber eigentlich war es Liebe auf den zweiten Blick“, so der 26-jährige Wiener zu seiner Berufsentscheidung.

Die Lehre absolvierte Peter im elterlichen Betrieb, allerdings nur am Papier. Durch die offizielle Anstellung im Familiensalon konnte er sich beruflich schon früh weiterentwickeln, er besuchte unter anderem einen dreimonatigen Lehrgang in Meininghaus (Deutschland), absolvierte Seminare in Frankreich, Spanien, USA (Kalifornien, Los Angeles), natürlich auch in Österreich und perfektionierte sein Haarschneide-System bei Vidal Sassoon in London.

Die ersten zwei Jahre seiner Lehrzeit waren also geprägt von vielen neuen Erfahrungen. Im dritten Jahr übertrug Peters Vater ihm dann die Verantwortung für einen eigenen Salon – mit 17 Jahren. Selbstverständlich war der Vater der Chef, gewisse Richtlinien waren vorgegeben, dennoch konnte sich Peter sehr frei entwickeln und eigene Konzepte umsetzen. „Ich durfte meine eigenen Fehler machen, konnte aber viel von meinem Vater lernen, der schon einiges ausprobiert hatte.“

Nach der Lehrabschlussprüfung führte er weiterhin „seinen“ Salon, absolvierte Seminare und bereitete sich schließlich auf die Staatsmeisterschaft vor. Durch hartes Training konnte er den Vize-Staatsmeistertitel gewinnen und mit dem Training für die Weltmeisterschaft starten, unter anderem gemeinsam mit dem russischen Nationalteam. Und es hat sich ausgezahlt: mit nur 20 Jahren wurde er Weltmeister in der Kategorie Full Fashion und Vize-Weltmeister bei Trend Cut – als erster Österreicher nach ca. 20 Jahren.

Mittlerweile leitet der 26-jährige sieben der 41 Standorte, in denen rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Drei Marken werden dabei in einem Unternehmen verbunden: The Hairstyle by Schaider, Hair Fair und Intercoiffeur Strassl Schaider. Ausbildung ist auch in Peters Salons ein wichtiges Thema: Etwa ein Drittel der Mitarbeiter sind Lehrlinge, darauf ist der Chef sehr stolz ist. „Unsere Lehrlinge verkörpern unseren eigenen Spirit, es macht mir immer wieder Freude zu sehen, wie sich die ehemaligen Lehrlinge in und außerhalb des Salons entwickeln und beispielsweise Salon-Manager oder Top-Stylisten werden.“

In seinen Salons sorgt das Team für eine typgerechte Betreuung. „Wir versuchen, Kunden in kurzer Zeit das größtmögliche Wohlbefinden zu geben.“ Dazu gehören Entspannungsplätze, wohltuende Kopfmassagen oder Massagestühle bei der Haarwäsche – als Wellness-Salon sieht Peter seine Firma aber nicht. Neben den klassischen Dienstleistungen wie Schnitt hat sich Peter Schaider auch vor allem auf Färbetechniken nach neuesten Trends sowie Wellen spezialisiert.

Darin bildet er auch seine Mitarbeiter durch verschiedenste Seminare immer weiter aus, allen voran auch Jung-Stylisten. Ein großes Weiterbildungsprogramm sorgt auch nach der Lehre für perfekt ausgebildete Stylisten. Die Zukunft sieht Peter Schaider weiterhin in den Lehrlingen, Vorurteile gegen den Beruf lässt er nicht gelten: „Man kann in diesem Beruf so kreativ sein, überall auf der Welt arbeiten und Menschen glücklich machen. Etwas Besseres kann ich mir persönlich nicht vorstellen.“ Auch das vergleichsweise geringe Mindestgehalt ist kein Grund gegen eine Friseurlehre: Mit Lohn, Provision und Trinkgeld kämen Top-Stylisten schon mal auf über 3.000 Euro netto pro Monat.

„Obwohl es Liebe auf den zweiten Blick war, kann ich mir heute nichts Schöneres vorstellen. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und verdiene auch noch Geld dabei. Bei mir ist es so, dass ich gar nicht trennen kann und will, wo Zuhause anfängt und wo die Arbeit beginnt.“