Friseur mit Weitblick! Die Erfolgsgeschichte von Bernhard Neumayr

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Juli

Europa, Asien oder Südamerika – sein Beruf eröffnete Bernhard Neumayr die ganze Welt und das lässt der leidenschaftliche Friseur in sein Leben, seine Arbeit und in sein Geschäft miteinfließen. In einer Friseursfamilie aufgewachsen, stand für ihn der Entschluss selbst Friseur zu werden schnell fest – eine Entscheidung, die er bis heute nie bereut hat. Die Kreativität und die Möglichkeiten, die einem dieser Beruf eröffnet, reizten den damals 15-Jährigen und so sagt er, „wollte ich nicht alleine vor dem Computer sitzen, denn der Kontakt mit den Kunden ist ein wichtiger und schöner Bestandteil meiner Arbeit.“

Eine Reise durch die Lehrzeit und die Welt

Die Lehrzeit von Neumayr verlief etwas anders als üblich. Das erste Lehrjahr absolvierte er im Geschäft seines Bruders. Damals jedoch war sein Ehrgeiz und seine Leidenschaft noch nicht im heutigen Ausmaß entwickelt. Da er bereits während seiner Schulzeit im Friseurbetrieb mitgeholfen hatte, war er am Beginn seiner Lehre schon viel weiter als die meisten seiner Berufskollegen: „Ich schnitt bereits an meinem ersten Tag!“ Aus diesem Grund kam er für sein zweites Lehrjahr nach Deutschland an die „Friseurfachschule Mainingshaus – Akademie der Friseure“ in Forchheim. Hier durchlief er in nur einem halben Jahr eine Intensivschulung, wo er sämtliche fachlichen Kompetenzen des Friseurberufs erlernte. „Die Zeit dort war sehr intensiv und sehr streng. Es war aber eine sehr gute Schule, auch für das Erwachsenwerden an sich. Alle waren im gleichen Alter und gleich weit, das verbindet und spornt einen an – für mich war es wie ein Weckruf, erst hier konnte mein Ehrgeiz so richtig geweckt werden!“ Nach seiner Lehre arbeitete er in Wien, wo er zum ersten Mal in Berührung mit Intercoiffure Österreich kam. Er sah die Arbeiten seiner Kollegen bei den Veranstaltungen auf der Bühne und wollte selbst mitwirken. Seit 2002, einem Jahr nach seiner Geschäftseröffnung, ist er Mitglied bei Intercoiffure und das eröffnete ihm die ganze Welt. „Ich konnte ein internationales Netzwerk aufbauen und so die unterschiedlichsten Friseure und ihre Techniken und Herangehensweisen kennenlernen und bei meiner eigenen Arbeit miteinfließen lassen. Diese Kontakte sind ein unglaubliches Plus und eine einzigartige Inspirationsquelle“, schwärmt Neumayr, der bereits bei Shows in Rom, Rio, Tokyo und im vergangenen Jahr in Osaka mitwirken konnte. In dem Jahr 2005 übernahm er die Juniorengruppe der Intercoiffure Österreich und seit 2008/2009 ist er für die Finanzen zuständig. Auch in Amerika konnte er seine Fähigkeiten als Juror bei Wettbewerben unter Beweis stellen.

Nachhaltigkeit

Der vernünftige Umgang mit Ressourcen ist dem Salzburger besonders wichtig: „Für mich ist es eine Grundsatzüberlegung: Muss wirklich immer so viel verbraucht oder verpackt werden? Reichen nicht weniger Produkte, die dafür mit Qualität überzeugen?“ Er selbst ist zwar kein reiner Bio-Friseur, jedoch setzt er bei seinen Produkten und seiner Einrichtung auf Recycling und Wiederverwertung. Die Produkte, die er seit 2016 verwendet, stammen von einem italienischen Erzeuger, der biozertifiziert ist und alles so schonend wie möglich produziert. Auch bei seiner Einrichtung setzte er auf Nachhaltigkeit: „Der Salon soll überdauern können und auch noch in zehn Jahren funktionieren.“ Ebenso legt er bei seinem Lehrlingsausbildungsprogramm sehr viel Wert darauf, dass man vernünftig mit den Produkten umgeht und nachdenkt, wie man etwas macht. Einmal die Woche bietet er ein zusätzliches freiwilliges Training an, um Fragen oder mögliche Schwierigkeiten durchzubesprechen. Schulungen zu den einzelnen Produkten, wie Farbe oder Make-up, sollen den Lehrlingen zusätzlich helfen, sich bestmöglich auf die Abschlussprüfung vorbereiten zu können. „Wir geben bei der Ausbilung Gas, sodass der Lehrling bis spätestens Mitte drittes Lehrjahr prüfungsbereit ist. So bleibt noch genug Zeit, um noch an Kleinigkeiten zu feilen und mit einem guten Gefühl zur Prüfung anzutreten.“ Momentan beschäftigt er einen Lehrling. „Es wäre aber noch Platz für mehrere Anwärter, falls sich ein guter Bewerber findet. Jedem Anfänger möchte ich Folgendes auf den Weg mitgeben: Zuschauen und die Augen immer offen halten, so lernt man am meisten!“

Mehr Infos finden Sie hier:

www.haare-mode.at

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