Haar-Expertise im Doppelpack

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Februar

Die zwei Friseurinnen Christina Ebner und Jaqueline Bacher bezeichnen sich selbst als Ying und Yang. Beide sind komplett unterschiedlich, harmonieren aber perfekt miteinander. Als Dreamteam haben sie vor fast drei Jahren gemeinsam den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. In ihrem Salon „Lockvogel“ in Matrei im osttiroler Bezirk Lienz begeistern sie ihre Kundinnen und Kunden regelmäßig mit geballter Frauenpower im Doppelpack.

Erfolg x 2

Über zehn Jahre haben die beiden Friseurinnen bereits Seite an Seite im gleichen Betrieb gearbeitet, bevor sie sich entschlossen haben, den Weg in die Selbstständigkeit gemeinsam anzutreten. „Nach der Karenz habe ich eine neue Herausforderung gesucht und überlegt, ob ich mich als mobile Friseurin selbstständig machen soll. Ein Gespräch mit Christina hat dann aber schlussendlich dazu geführt, dass wir gemeinsam einen Salon eröffnet haben und das bis jetzt auch noch nicht bereut haben“, erzählt Jaqueline augenzwinkernd. „Wir haben alles 50/50 geteilt und sogar die Unternehmerprüfung gemeinsam durchgestanden, obwohl eigentlich nur eine sie ablegen müsste. Ganz nach dem Motto ‚geteiltes Leid ist halbes Leid‘“, ergänzt Christina lachend. Tatkräftig unterstützt wurden die beiden auch von ihren Familien. Ohne deren Zusammenhalt wäre es für die zwei Mütter schwierig gewesen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Während wir von Montag bis Samstag im WIFI gesessen sind, haben unsere Männer das Geschäft umgebaut“, erzählen die beiden. Und auch heute noch können sie darauf zählen, dass ihre Familien ihnen den Rücken stärken. Ihren Salon bezeichnen die zwei Friseurinnen daher auch gerne als „kollektives Familienprojekt“. Mittlerweile beschäftigen die beiden auch zwei Mitarbeiter: „Wir freuen uns total. Es macht uns sehr stolz, dass wir anderen einen Arbeitsplatz bieten können“, so Jaqueline.

Ying und Yang der Friseurwelt

Dass sie Friseurin werden wollte, wusste Jaqueline schon immer: „Ich liebe meinen Beruf. Er ist Kunst und Wissenschaft für sich. Als Friseurin ist kein Tag wie der andere. Und die Kommunikation mit den Kunden schätze ich total.“ Auch Christina könnte sich keinen schöneren Beruf vorstellen: „Es macht wahnsinnig viel Spaß. Man kann täglich nach neuen Inspirationen suchen und diese dann umsetzen.“ Dass die beiden Friseurinnen nicht nur privat Freundinnen sind, sondern die Zusammenarbeit auch im Salon so gut funktioniert, liegt unter anderem daran, dass sie so unterschiedlich sind: „Sowohl vom Charakter und Wesen her, als auch was unsere Fähigkeiten und Talente betrifft – wir sind fast wie Ying und Yang. Was der eine nicht hat, hat der andere und umgekehrt. Ich glaube deshalb funktioniert es auch so gut“, erzählt Jaqueline. Und perfekt aufeinander abgestimmt, wie sie sind, ergänzt Christina sogleich: „Das stimmt. Jaqueline wirkt für mich eher ausgleichend, weil sie die ruhigere von uns beiden ist. Ich bin da viel quirliger unterwegs.“