‚Hoamatverbunden‘ mit Liebe zum Beruf

21

Juni

Harmonieliebend und heimatverbunden sind wohl die zwei besten Worte, um Felicitas Zoroaster aus Tamsweg zu beschreiben. Seit mittlerweile 21 Jahren ist sie Friseurin aus Leidenschaft. Diese Liebe zum kreativen Handwerk liegt in der Familie: Vor ungefähr 60 Jahren eröffnete ihre Großmutter das erste Geschäft, welches ihre Mutter später übernahm. Bereits während ihrer Schulzeit arbeitete sie in den Ferien im Geschäft ihrer Familie und half überall aus. So konnte sie bereits sehr früh einen Einblick in den Berufsalltag eines Friseurs erhalten und Erfahrungen sammeln. Schnell war klar: Auch sie tritt einmal in die Fußstapfen ihrer Mutter und Großmutter, einen Plan B gab es für sie nie wirklich. Heute steht sie abwechselnd mit ihrer Mutter im Geschäft und kümmert sich mit großer Freude um die Wünsche ihrer Kunden. Denn genau das ist es, was sie an ihrem Beruf so fesselt: Die Freude, die man jemandem mit einer neuen Frisur schenken kann, und die ständige Abwechslung, denn jeder Tag ist anders und hält neue Herausforderungen für einen Friseur bereit.

Weiterbildung ist alles

Ihre eigene Lehrzeit hat Feli, wie sie auch liebevoll genannt wird, noch gut in Erinnerung. Sie lernte zu Hause im Geschäft ihrer Familie, leichter hatte sie es dadurch aber nicht. Für sie war es die bestmögliche Ausbildung, die sie sich wünschen konnte. Sie fühlte sich nicht nur wohl, sondern konnte auch von einigen der besten Friseure lernen – so auch das patentierte Locken-Haarschneidesystem von Brian McLean. An kleine Pannen kann sie sich auch noch gut erinnern: ein unabsichtlicher Schnitt ins Ohr eines ihrer Kunden bleibt bis heute unvergessen. Als Lehrling brauchte sie danach mehr Trost als der Kunde selbst. Mittlerweile kann sie aber darüber lachen, es sind kleine Fehler, die passieren können und aus denen man lernt. Auch ihren eigenen beiden Lehrlingen möchte sie so viel wie möglich mitgeben, dabei geht sie nicht immer strikt nach Lehrplan vor. „Das, was sie können, dürfen sie machen. Das motiviert und bringt sie weiter!“ Ihre Lehrlinge bringen Modelle mit, die sie auch während der Arbeitszeit frisieren und stylen dürfen. Dadurch sollen sie schneller ihr Fachwissen und ihre Techniken verbessern und am Ende die Abschlussprüfung auch ohne Probleme meistern. Für ihre Bemühungen rund um den Friseurnachwuchs bekam der Betrieb sogar das österreichische Staatswappen wegen außergewöhnlicher Lehrlingsausbildung verliehen. Mindestens einmal im Jahr findet außerdem eine große Salonschulung zu bestimmten Themen statt, bei der alle Mitarbeiterinnen mitmachen, denn eine kontinuierliche Weiterbildung ist für die Friseurin von großer Bedeutung. „Der Austausch mit anderen Friseuren ist mir sehr wichtig, so kann man viel dazulernen und andere Blickwinkel und Techniken in seinen eigenen Berufsalltag integrieren.“

Familiärer Betrieb

„Ich bin ein harmonieliebender Mensch, groß herumzukommandieren ist nicht meins, das ist in unserem Team aber auch nicht nötig“, erzählt Feli stolz. Der Zusammenhalt im Team und das gegenseitige Vertrauen sind für die Lungauerin besonders wichtig. Auf ihre Mitarbeiterinnen kann sie sich blind verlassen. Viele arbeiten schon seit Jahrzehnten hier und behandeln das Geschäft so, als wäre es ihr eigenes. Eine der insgesamt 10 Mitarbeiterinnen lernte noch bei ihrer Großmutter und geht heuer in Pension. Aber nicht nur im Team ist diese gegenseitige Sympathie zu spüren, auch bei vielen ihrer Kunden. „Oft kommen manche gar nicht so sehr wegen des Haarschnitts zu uns“, weiß Feli. Die Gespräche und der persönliche Austausch zwischen den Friseurinnen und der Kundschaft und das gegenseitige Vertrauen spielen eine wichtige Rolle. „Man merkt bei vielen Kunden oder auch Vereinen, wenn sie etwas brauchen, dann kommen sie zu uns. Vielen Bräuten helfen wir als Spezialisten für Hochsteckfrisuren bei der perfekten Frisur für ihren großen Tag. Sie kommen zu uns, weil sie wissen, es passt. Wir sind für sie also nicht nur irgendein Friseur, sondern etwas Besonderes und haben in der Gemeinde einen Stellenwert“, freut sich die Friseurin, die selbst sieben Jahre bei der „Musi“ dabei war. Und genau diese Verbundenheit zu ihrer Heimat, ihrer Familie und Freunden ist der Grund, warum sich Feli nie einen besseren Ort als Tamsweg für sich und ihren Traumberuf vorstellen könnte.

Weitere Infos zu Felicitas, ihrem Team und Friseursalon, findest du hier:

www.friseursalon-erika.at