Irischer Wind weht im Salon

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Januar

Der Beruf des Friseurs ist bekanntlich ein ausgesprochen kreativer. Dies zeigt sich nicht nur bei der Arbeit mit unterschiedlichen Haarschnitten und Farben, sondern auch darin, wie ein Salon geführt wird. Einer der hier gerne innovative Wege einschlägt, ist der Vorarlberger Erfolgsfriseur Christoph Schobel. In seinem Salon „Haarscharf Hair.Style“ in Höchst im Bezirk Bregenz bringt er mit seinen Ideen regelmäßig frischen Wind ins Geschäft. Woher dieser Wind weht? Unter anderem aus Irland und Spanien.

Ein starker Wille, hervorragend geleistete Arbeit und eine gehörige Portion Ehrgeiz: All dies sind Faktoren, die zum Erfolg führen können. Aber auch Einfallsreichtum und Mut begünstigen diesen. Denn Erfolg hat unter anderem der, der auch einmal Neues ausprobiert. Sowie Friseurmeister Christoph Schobel, der sich immer wieder gerne auf unbekannte, nicht ausgetretene Pfade begibt. Was das heißt? Ganz einfach: Neue innovative und kreative Ideen und Konzepte werden umgesetzt und bringen laufend neuen Schwung in seinen Salon. Ein Beispiel gefällig?

FRISCHER WIND AUS IRLAND

Zweimal im Jahr bringt Christoph Schobel das Glück der Iren direkt in seinen Salon. Denn ganze zwei Wochen hat dort die Farbe Grün das Sagen – keine Angst – weniger auf den Köpfen seiner Kunden, als auf den Wänden sowie im Interieur seines Salons. Denn einmal im Frühjahr und einmal im Herbst lautet das Motto „Irish Week“. Das gesamte Geschäft wird in grün getaucht, irische Dekorationen kommen zum Einsatz und auch Guinness und Irish Coffee dürfen nicht fehlen. „Ich mag die fröhliche und gesellige Art der Iren und finde, davon darf man ruhig etwas herbringen“, so der begeisterte Irlandfan. Der Erfolg spricht jedenfalls für sich: Die Idee kommt bei seinen Kunden richtig gut an. Von seinem Einfallsreichtum profitieren keineswegs nur die Kunden, sondern auch seine Mitarbeiter. Denn Schobel hat sich nicht nur von der Fröhlichkeit der Iren etwas abgeschaut, sondern sich auch von den Spaniern inspirieren lassen. Deshalb heißt es im Sommer in seinem Salon: Siesta. „Dann haben wir andere Öffnungszeiten. Nachmittags hat sich bei der Hitze oft nicht viel getan, weil die Leute entweder baden oder arbeiten waren. Deshalb haben die Mitarbeiter nachmittags nun frei, damit sie auch selber Baden gehen können. Auch für die Kunden ist das super, weil wir dadurch wesentlich länger offen haben. Es freut sich also jeder.“

BESSER EIN GLÜCKLICHER FRISEUR, ALS EIN UNGLÜCKLICHER MECHANIKER

Zu Spanien hat der stellvertretende Innungsmeister ohnehin eine ganz besondere Beziehung. Schließlich hat sich dort entschieden, dass er Friseur werden möchte: „Ich war mit meinen Eltern auf Mallorca und meinte zu meiner Mutter, dass ich schon längst wüsste, was ich machen würde, wenn ich ein Mädchen wäre – nämlich Friseurin werden. Ich habe mich allerdings immer gefragt, was der Papa da wohl sagen würde“, erzählt er lachend. Die Unterstützung seines Vaters hatte er dann allerdings recht schnell: „Er hat mir erst einmal die ganzen ‚Wenn und Abers‘ aufgelistet. Dass ich nicht so viel Geld verdiene, wie in der Industrie und so weiter. Als er aber gesehen hat, dass ich das wirklich will, hat er mich in meiner Entscheidung bestärkt und gemeint: Unglückliche Mechaniker sind nicht so gut, wie ein Friseur, der seinen Job liebt.“

APRILSCHERZ?

„Motivation ist die Arbeit mit dem Team. Ich habe eine große Freude dabei auszubilden und die Jungen zu fördern.“ Darüber hinaus schätzt der 45-jährige den Kontakt zu seinen Kunden, die aus den unterschiedlichsten Schichten und Bereichen stammen: „Vom Ex-Landeshauptmann bis hin zum Straßenkehrer ist alles dabei. Ich will bei jedem Gespräch auf Augenhöhe mit den Kunden sein.“ Dabei hält sich der Vorarlberger vor allem im Herrenbereich seines Salons auf. Der Damenbereich ist hingegen das Revier seiner Freundin, der Friseurmeisterin Patricia Schneider. „Ich habe früh entdeckt, dass ich im Herrenbereich arbeiten will. Vor zwei Jahren haben wir diesen dann auch komplett umgemodelt und auf einen Barbershop getrimmt.“ Sein Geschäft hat Christoph Schobel übrigens ausgerechnet an einem 1. April übernommen – was dann doch für etwas Verwirrung bei so manchem Kunden sorgte: „Früher stand mein Chef immer links und ich rechts. Am 1. April haben wir dann die Plätze getauscht und mein Chef hat das erste Mal vor einem Kunden gesagt: ‚Da muss ich erst meinen Chef fragen‘. Der Kunde konnte es anfangs nicht ganz glauben“, erzählt Schobel lachend.

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