Mit einem Mantel fing alles an

11

Juni

Betritt man den Salon von Bernadette Max in Taiskirchen in Oberösterreich, wird man nicht nur persönlich und liebevoll empfangen, sondern fühlt sich auch von der ersten Sekunde an gut aufgehoben. Die selbstsichere Friseurin weiß, welcher Schnitt ihren Kunden steht und ob die angesagte Trendfarbe zu ihnen passt oder nicht.

Haarexpertin mit Faible für unterschiedliche Looks

Lange Haare, kurze Haare oder doch lieber Rastalocken? All diese Styles hat Bernadette Max bereits an sich selbst ausprobiert. Denn die aufgeweckte Oberösterreicherin aus Taiskirchen in der Nähe von Ried/Innkreis liebt Veränderungen und steht zu sich selbst. Sie und ihr Team sind Stylisten aus Leidenschaft und stets für ihre Kunden da. Ihr Motto: Sich selbst stets treu bleiben und für das brennen, was man tut.

Künstlerische Veranlagung

Kreativität wurde der sympathischen und herzlichen 33-Jährigen schon in die Wiege gelegt. Bereits mit fünf Jahren hat sie ihr erstes Aquarell gemalt. In der Hauptschule kam schließlich ihr Talent zum Schminken und Haare-Stylen zum Vorschein. „Ich weiß noch, als wir von der Schule aus auf Wien-Woche waren und ich es geliebt habe, meine Mädels zu stylen. Da wurde mir klar: Friseurin ist mein Traumberuf.“ Auch ihre Freundinnen waren begeistert vom Können der jungen Oberösterreicherin und ließen gerne an sich „herumbasteln“.

Normal ist langweilig

Aufgewachsen ist Bernadette Max bei ihrer Oma am Land. Diese hat ihren Wunsch, Friseurin zu werden, tatkräftig unterstützt. Ihr Lieblingsteil von damals? Ein Mantel mit Zebramuster, den sie zum Start der Lehre von ihrer Oma bekommen hat. Der Mantel ist für die Friseurin immer noch so etwas wie das Symbol für den Beginn in ihre eigenständige Karriere und begleitet sie noch heute. „Ich habe Tierprints schon immer geliebt und ich hatte schon immer ein etwas außergewöhnliches Auftreten. Das war bei uns am Land schon etwas anderes.“ Das ist wohl auch einer der Gründe, warum man die Friseurin im Gedächtnis behält. Der Zebra-Print ist quasi zu ihrem Markenzeichen geworden und zu Beginn ihres eigenen Geschäfts hatte sie auch Friseurstühle mit dem Tierfellmuster. „Besonders in kreativen Berufen ist es wichtig, seinem eigenen Style treu zu bleiben und man selbst zu sein. Ich glaube ich war die einzige in meinem Ort, die einen Zebraprint-Mantel hatte und dadurch fiel ich sicherlich auch auf“.

Alltagsgeschichten

„Vor einigen Wochen ist eine Kundin von Linz über eine Stunde in mein Geschäft gefahren und hat eine Freundin von ihr als Neukundin zu mir gebracht. Ich habe ihr die Haare von etwas länger als schulterlang richtig kurz geschnitten. Meine Kundin hat das ganze Geschehen dabei gefilmt und ich habe mich gefühlt wie ein kleiner Star“, erzählt die lebhafte Friseurin. Es sind die kleinen Geschichten, die eine tolle Arbeit ausmachen und im Gedächtnis bleiben.

Mentor Georg Ochs

Der Friseur Georg Ochs war Bernadettes Mentor in ganzheitlicher Typologie und Psychologie: „Ich wurde von Georg Ochs extrem geprägt, er hat mir schon sehr viel geholfen.“ 2000 mit der Lehre begonnen, bildete sich die junge Friseurin laufend weiter: Ausbildung zur Bühnenstylistin und Trainerin, Visagistin und Make-Up-Artistin. 2010 machte sich die kreative Friseurin selbständig und eröffnete ihr eigenes Geschäft. Ihr Salon befindet sich am Land, ihre Kunden schauen also direkt ins Grüne, während die Haare verschönert werden. Mit ihrer Begeisterung steckt die sympathische Friseurin dann auch ihre Kunden an. „Ein gelungenes Styling macht nicht nur äußerlich schöner, sondern auch selbstbewusster und glücklicher“, so Bernadette Max.

Der Schlüssel zum Erfolg

Viel Ehrgeiz, der Wille zur lebenslangen Weiterbildung, Verständnis und Bereitschaft sowie Liebe zur ständigen Veränderung sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere als Friseur. Eine klare Anleitung für den großen Erfolg gibt es jedoch wohl in keinem Beruf.

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