Schnitt für Schnitt zum Erfolg

25

Januar

Eine Friseurin, die von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen geschätzt wird? Ausgezeichnet von Seiten der Gewerkschaft? Die freundlichste Friseurin Wiens? Was klingt, als müsste man sich auf die Suche nach mehreren Personen begeben, findet sich in einer Person wieder. Wo? Im 5. Bezirk Wiens, wo Mirjam Walenta im Friseursalon Pranz am Werke ist.

GOLDREGEN FÜR DIE FREUNDLICHSTE FRISEURIN

Je unterschiedlicher, die Seiten, die man für eine Befragung zu Rate zieht, desto unterschiedlicher die Ergebnisse dieser – normalerweise zumindest. Nicht so im Falle von Mirjam Walenta. Die Friseurmeisterin wurde sowohl von Seiten der Gewerkschaft, als auch von den Kunden und ihren Lehrlingen ausgezeichnet. Ein Beispiel gefällig? Die Verleihung des Anton-Benya-Preises, der von der Gewerkschaft jährlich vergeben wird und die große Bedeutung der Facharbeit bewusst machen soll. Ein weiteres Beispiel? Mirjam Walenta wurde von den Radio-Wien-Hörern zur „Freundlichsten Friseurin“ gewählt. Und auch die Mitarbeiter sind überglücklich mit ihrer Ausbildnerin: Die Goldene Ausbildnerhand 2009 – eine Auszeichnung der WKO, bei der die Lehrlinge selbst die Nominierungen einschicken konnten – steht ebenso im Regal der Erfolgsfriseurin.

ROLLENTAUSCH

Der schönste Beruf der Welt, zeigt sich nicht immer gleich auf Anhieb – oft will er erst entdeckt werden. Wenn man sich dann aber auf die Suche macht, kann es ganz schnell gehen – so auch im Fall von Mirjam Walenta. Dass sie einmal einen kreativen Beruf ergreifen möchte, war der Wienerin immer klar. Mit einem Großvater, der Bildhauer und Maler war, liegt ihr die künstlerische Ader in den Genen. Dass die Wahl schließlich auf den Friseurberuf fiel, hat hingegen viel mit einem anderen Familienmitglied zu tun: „Meine Mutter hat mir dazu geraten, weil sie wusste, dass ich im Grunde ein Sicherheitsmensch bin. Als Friseur kann man ein gewisses Maß an Sicherheit genießen und zugleich aber auch total kreativ sein.“ Richtig glücklich mit ihrer Entscheidung wurde Mirjam Walenta dann, als sie Werner Pranz kennenlernte. Vor drei Jahren hat sie den Salon ihres Mentors übernommen – und die Rollen haben sich vertauscht: „Werner ist noch angestellt, kann damit aber wunderbar mit der Situation umgehen. Loslassen zu können ist ja nicht immer selbstverständlich. Auch als ich bei der Übernahme vieles verändert habe, hat er mir volle Freiheit gelassen und mich immer unterstützt: ‚Mach nur, mach nur‘, war dann immer von ihm zu hören“, erzählt sie lachend.

FINGERWELLE ODER DOCH LIEBER BLAU?

„In keinem anderen Beruf, bekommt man so viel positives Feedback. Man hört jeden Tag, dass man seinen Job gut gemacht hat“, so Walenta übers Friseursein. Doch nicht nur das viele Lob tut gut, auch die Abwechslung macht’s: „Das mag ich so gerne am Beruf. Du hast wirklich alle Arten von Kunden. Von Alt bis Jung. Von prominent bis nicht prominent. Und es sind alle nett. Unser ältester Kunde ist 95 Jahre alt und bereits seit 45 Jahren Kunde bei uns. Er kommt jede Woche in den Salon, um sich eine Fingerwelle föhnen zu lassen. Und daneben sitzt dann jemand, der sich gerade die Haare blau färben lasst“, erzählt die Friseurmeisterin lachend von der Abwechslung in ihrem Job. Von wegen Berufsalltag also. Daher liegt es ihr auch am Herzen, dass ihre Lehrlinge wirklich alles lernen: Vom perfekten Schnitt bis hin zur Dauerwelle. Dabei legt sie stets Wert auf das Menschliche im Umgang mit ihrem Mitarbeitern: „Oft braucht es die richtige Person, als Lehrherr oder Lehrchefin. Bei mir hat es etwa mit Werner Pranz perfekt gepasst. Das Umfeld macht da ganz viel aus.“ Die Unterstützung, die sie von ihrem Mentor bekommen hat, gibt sie jetzt gleichermaßen an ihre Mitarbeiter weiter.

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Salon-Bilder: ©Thomas Magyar

Team-Bild: ©Pranz der Friseur