„Unser Handwerk hat goldenen Boden“

26

November

„Was würdest du sagen, wenn dein Kind eine Friseur-Lehre machen wollen würde?“, wurde Kirsten Kunze schon oft gefragt. Die Antwort darauf? Ganz klar: Sie in ihrem Traum, eine Karriere mit Schere zu starten, unterstützen. Sie weiß schließlich aus erster Hand, was es heißt, Friseurin zu sein. Als junges Mädchen für den Lehrberuf der Friseurin entschieden, ist sie nun bereits seit über 20 Jahren in ihrem Traumberuf tätig – und das mit Leib und Seele. Vor drei Jahren folgte dann das krönende Highlight ihrer Karriere: Sie machte sich mit einem eigenen Salon im Herzen Wiens selbstständig. Nicht, um ihr eigener Chef zu sein, sondern um ihre eigenen Wertevorstellungen zu leben.

Handwerkerin aus Leidenschaft
Eine Frau, die sich gerne mal die Hände dreckig macht, findet man im 1. Bezirk in Wien. Ihr Name? Kirsten Kunze. „Ich liebe es, mit meinen Händen zu arbeiten und Dinge zu schaffen. Ich bin eine echte Macherin“, erzählt die eifrige Friseurin mit einem Lächeln. Wenig überraschend also, dass sie die Eröffnung ihres eigenen Salons und den Hausbau vor wenigen Jahren problemlos unter einen Hut brachte. Und auch jetzt noch gönnt sich Kirsten Kunze keine ruhige Minute. „Mein Zuhause ist meine Oase. Da finde ich immer wieder etwas, das ich noch aufhübschen kann – letzten Sommer war es der Garten.“ Am Wochenende jettet sie der Liebe wegen regelmäßig von Wien nach Stuttgart – ganz nebenbei natürlich. „In diesem Jahr habe ich schon 32 Boarding-Pässe gesammelt“, lacht die Frohnatur.

Perfektionismus bis in die Spitzen
Schön aussehen muss bei Kirsten Kunze aber nicht nur ihr Zuhause. Auch im Salon und auf der Homepage spiegelt sich ihr ästhetisches Gespür und ihr Hang zum Perfektionismus wider. „Erst wenn der letzte Satz und der letzte Schnitt perfekt sind, bin ich happy“, schmunzelt die 38-Jährige und ergänzt: „Meine Mitarbeiter haben es manchmal wirklich nicht leicht mit mir. Bei mir muss sogar die Klopapierrolle richtig hängen.“ Und diesen Perfektionismus gibt die zielstrebige Friseurin auch an ihre Lehrlinge weiter. Kirsten Kunze liegt es am Herzen, ihren Lehrlingen die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. „Das Haar ist ein Rohstoff, den man erst verstehen lernen muss. Auch die Inhaltsstoffe von unseren Produkten und deren Wirkung auf das Haar müssen meine Mitarbeiter kennen. Mit großem Engagement und der richtigen Einstellung dem Beruf gegenüber ist es aber möglich, die Lehrzeit als Top Stylist zu beenden.“ Einer (inter-)nationalen Karriere steht dann nichts mehr im Wege. Die „Woman of the year“-Gala in Wien, Fotoshootings in Mailand. Kirsten Kunze macht’s vor und ihre „tollen Hasen“, wie sie ihre drei Lehrlinge nennt, machen es ihr mit der Unterstützung der Chefin nach. Aber Vorsicht: Es kann schon mal passieren, dass man, wie die Friseurin selbst, am Flughafen wegen zu vieler Föhne im Handgepäck zur Sprengstoff-Kontrolle gebeten wird.

„Wir haben uns einen Spielplatz geschaffen“
Nicht nur Kinder fühlen sich auf Spielplätzen so richtig wohl. Auch Kirsten Kunze und ihr Team toben sich gerne aus. Nicht so sehr am Spielplatz, als vielmehr im Salon. Blond statt wie gewünscht braunhaarig hat den Salon aber noch niemand verlassen. Es geht der leidenschaftlichen Friseurin vielmehr darum, ihren Kunden, ihren Mitarbeitern und nicht zuletzt sich selbst einen Ort zu schaffen, an dem Wohlfühlfaktor großgeschrieben wird. „Gute Mitarbeiter können es sich aussuchen, wo sie arbeiten. Man muss sich also durchaus etwas einfallen lassen, um eine behagliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen, damit sich die Mitarbeiter langfristig an unserem tollen Beruf erfreuen können“, betont die 38-Jährige. Dass die engagierte Friseurin – vielleicht gerade deswegen – nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für ihre Mitarbeiter Kaffee und Kuchen im Salon bereitstellt, sei dabei nur am Rande erwähnt. Kirsten Kunze ist davon überzeugt, dass die gemeinsame Arbeit jeden einzelnen Mitarbeiter pusht. „Wir arbeiten stets miteinander, nicht nebeneinander. Mein Salon ist unser aller Baby, das wir hüten und beschützen. Nur dann kann sich jeder frei entfalten.“

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