Von Fernweh und dem Hang zum Außergewöhnlichen

19

November

Wenn man liebt, was man tut, und der Beruf zur Berufung wird, muss man nie mehr arbeiten – sagt man zumindest. Ein Hauch von Urlaubsfeeling stellt sich aber spätestens dann ein, wenn sich die Flugzeugtür öffnet und man den Fuß auf fremdes Terrain setzt. Denn wer dachte, nur Flugbegleitern sei es vergönnt, um den Globus zu jetten, der irrt gewaltig. Friseurmeister Hannes Raner aus Velden am Wörthersee in Kärnten ist ein gelebtes Beispiel dafür, dass Friseuren alle Türen offen stehen – auch internationale. Frankfurt, Mailand, Paris – der Friseurmeister hat alles schon gesehen. Aber auch national konnte der Kärntner beim Wiener Life Ball schon mehrfach sein Können unter Beweis stellen und dabei so einige Prominente kennenlernen. Sein Erfolgsgeheimnis? Eine gehörige Portion Ehrgeiz, Ausdauer und ein offenes Ohr für seine Kunden.

Das Leben bunt färben
„Wir Friseure können viel mehr als bloß Haare schneiden“, betont der Friseurmeister mit einem Lächeln, „wir sind wahre Experten, wenn es um kleine oder große Wehwehchen geht“. Fingerspitzengefühl ist schließlich buchstäblich das Steckenpferd eines Friseurs. Hannes Raner ist manchmal ehrlicher Berater, manchmal unterstützender Freund, manchmal interessierter Zuhörer – immer aber ist er Friseur, der die Bedürfnisse seiner Kunden erkennt und bestmöglich umsetzt. Denn der Kärntner weiß, wer äußerlich glänzen will, muss auch von innen strahlen. „Wenn eine Kundin ihre Lieblingszeitschrift liegen lässt, anstatt sie wie üblich durchzublättern, weiß ich, dass sie ein offenes Ohr benötigt. Wenn eine Kundin, die bisher stolz ihre langen naturblonden Locken präsentiert hat, plötzlich einen kastanienbraunen Bob will, weiß ich, dass ich ihr mit ein paar wohlwollenden Worten mehr Gutes tue, als mit einer neuen Frisur, die ihr vielleicht schon am nächsten Tag die Tränen in die Augen treibt“, so Friseurmeister Hannes Raner. In seiner langjährigen Tätigkeit als Friseur hat er schließlich schon einiges erlebt und weiß solche Zeichen zu deuten. „Viele meiner Kunden schenken mir schon seit beinahe 25 Jahren ihr Vertrauen. Für viele bin ich weit mehr als nur ihr Friseur. Über die Jahre haben sich Freundschaften entwickelt. Ich weiß oft mehr, als der Ehemann meiner Kundin oder die beste Freundin meines Kunden“, erzählt der 41-Jährige.

Mehr Leidenschaft als Beruf
Hannes Raner versteht es, seinen Kunden eine echte Wohlfühlatmosphäre zu zaubern. Er lebt für seinen Beruf. Davon zeugt nicht zuletzt sein beruflicher Werdegang. Schließlich konnte er sich sogar international einen Namen machen. Die Weltmeisterschaft in Las Vegas oder die Berufsolympiade in Montreal – Hannes Raner ist ein wahrer Weltenbummler. Auch in Frankfurt, Mailand und Paris konnte der Kärntner mit seiner Kreativität glänzen. Das Außergewöhnliche ist ihm gerade exotisch genug. Wenig überraschend also, dass er nach seiner Zusatzausbildung als Make-Up-Artist bereits mehrmals Stars und Sternchen – darunter Schlager-Ikone Jazz Gitti, Ex-Skispringer Thomas Morgenstern und Ex-Thaiboxer und mehrfacher Weltmeister Fadi Merza – für den Wiener Life Ball, Europas größtes AIDS-Charity-Event, stylte. „Mit offenen Augen durch die Welt gehen, auf Menschen zugehen und ihnen zuhören, Berührungsängste ablegen – das ist es, wofür der Life Ball steht und mein Herz schlägt“, so der Friseurmeister. Frei nach Rihannas Motto „Shine bright like a diamond“ hat es sich der Jungspund zum Ziel gesetzt, Rohdiamanten zu veredeln und wahre Hingucker daraus zu formen. Heißt: Mit ein bisschen Farbe im Gesicht und einem flotten Haarschnitt auf dem Kopf verpasst Hannes Raner seinen Kunden weit mehr als nur ein trendiges, typgerechtes Styling. Abgehoben ist der bodenständige 41-Jährige aber immer nur mit dem Flugzeug. „Für mich spielt es keine Rolle, ob vor mir eine bekannte Persönlichkeit oder die Hausfrau von nebenan Platz nimmt. Für mich ist jeder Kunde prominent.“

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