Niederösterreich holt Sieg beim internationalen Hairdresser Open

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Dezember

Die Fahrt nach Ungarn zum internationalen Wettbewerb, dem Hairdresser Open, hat sich für das 13-köpfige Team junger Hairstylisten aus Niederösterreich wirklich ausgezahlt. Sechs Nationen trafen in der Berufsschule in Székesfehérvár aufeinander und mit einer überragenden Leistung holten sich die Jungfriseure aus Niederösterreich den begehrten Wanderpokal, der nun in Niederösterreich bleiben darf.

Hairdresser Open – ein Talentewettbewerb auf höchstem Niveau 

Bereits zum 7. Mal wurde der Hairdresser Open, der internationale Friseurwettbewerb für junge Talente, ausgetragen und Ungarn war diesmal der Gastgeber. Österreich wurde durch das Team aus Niederösterreich vertreten und stand mit dem ebenso motivierten und kreativen Nachwuchs aus Ungarn, Tschechische Republik, Rumänien, Slowenien und Slowakei, gemeinsam im Scheinwerferlicht. „Unsere“ 13 Jungfriseure, Christina Ottino, Bianca Wimmer, Florentina Schönlechner, Michelle Ullreich, Karin Hinteramskogler, Tanja Kerschner, Djellza Berishaj, Melanie Flach, Melek Arslan, Linda Vorstandlechner, Talha Kocagöl, Theresa Glaser und Mellisa Wiltschko mussten ihr Können in fünf verschiedenen Kategorien umsetzen. Um bei den Mottos „Trend Fashion Herren“, „Long Hair down“, „In der Welt der Jahreszeiten“, „Brautfrisur“ sowie beim „Barber Award“ zu brillieren, waren neben dem handwerklichen Können auch kreativer Mut und Stilsicherheit gefragt. 

Kreative Ideen und technische Perfektion führen zum Sieg

Der Wettbewerb wurde um neun Uhr feierlich durch die Berufsschuldirektorin sowie einer Delegation von Vertretern jeder Nation eröffnet. Die Vorstellung der internationalen Jury war für die Teilnehmer der Startschuss zu einem intensiven Tag mit der Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. In der ersten Kategorie „Trend Fashion – Modischer Herrenhaarschnitt“ waren vor allem technisches Können und ein kühler Kopf gefragt, um präzise und gleichzeitig stylische Herrenhaarschnitte zu entwickeln. Mit ihren Kreationen überzeugten hier Christina Ottino, sie holte den 2. Platz für Österreich, sowie Theresa Glaser  (3. Platz) und Talha Kocagöl  (4. Platz). Eine Herausforderung der Kategorie „Long Hair down“ war, ohne Haarklemmen oder Spangen zu arbeiten und dennoch eine gekonnte Damenfrisur zu stylen. Hier war es Melek Arslan, die Niederösterreich auf den 2. Platz brachte. Die Plätze 3 und 4 holte sich auch „unser“ Team, denn Karin Hinterarmskogler und Djella Berishaj überzeugten ebenfalls. In der besonders fantasievollen Kategorie „Die Welt der vier Jahreszeiten“ gab es von den jungen Talenten kreative Entwürfe zu Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die als Gesamtkonzept an den Modellen zu bewundern waren. Tanja Kerschner  schaffte es mit ihrer Interpretation vom „Winter“ auf das Treppchen (3. Platz).  In der Kategorie  „Brautfrisur“ zeigten sich die Niederösterreicher ebenfalls ehrgeizig und innovativ. Melanie Flach steckte sich mit ihrer eleganten Hochsteckfrisur den 2. Platz ans Revers. Die letzte Wettbewerbskategorie war ganz dem modernen Mann verschrieben. 

Beim „Barber Award“ wurde am männlichen Modell rasiert und gestylt, was das Zeug hielt. Talha Kocagöl  sicherte sich mit seiner präzisen und raffinierten Arbeitsweise den 2. Platz. 

Fulminanter Sieg für das niederösterreichische Team 

Bei der feierlichen Siegerehrung war schnell klar, dass die niederösterreichischen Teilnehmer in jeder Kategorie einen oder gar mehrere Plätze unter den ersten drei belegt hatten, doch ob es für den Sieg reichen würde, löste sich erst bei der Verkündung der Länderbewertung auf. Das Ergebnis ließ die jungen Handwerker in tosenden Jubel ausbrechen, denn Niederösterreich gewann den Länderbewerb mit 2.309 Punkten mit deutlichem Abstand vor Ungarn (1.685 Punkte). Der Wanderpokal darf nun, da es bereits der dritte Sieg hintereinander für Niederösterreich war, dauerhaft in der Heimat bleiben. Klar, dass die Nachwuchstalente ihren sensationellen Erfolg auf der Heimreise gebührend feierten. 

Intensive Vorbereitungen und ein starkes Team dahinter

Schon Wochen vor seiner Reise wurde das leistungsstarke Team aus Lehrlingen und jungen Gesellen von seinen Trainern Kirstin Eßletzbichler, Rita Auer, Sandra Wimmer sowie Manuela Stejnek tatkräftig durch viele Trainingseinheiten unterstützt und dann auch zum Bewerb begleitet. Ebenfalls mit dabei waren LIM KommR Reinhold Schulz, der „Vater“ des Hairdresser Open, sowie LIM-Stv. KommR Silvia Rupp, die zusammen mit Lehrlingswart Daniel Daurer in der international hochkarätigen Jury saß. Florian Spangl, Bezirksvertrauensperson Tulln, erfüllte gemeinsam mit LIM-Stv. Wolfgang Dorner eine administrativ wesentliche Funktion bei der Auswertung der Jury-Beurteilungen. 

Um in allen Kategorien optimal punkten zu können, ergänzten 22 gut geschulte und geduldige Modelle die Gruppe.  Sie wurden von Kordula Lingler, der EPU-Beauftragten der Landesinnung der Friseure,  in Sachen Make-up perfekt in Szene gesetzt. Zur moralischen Unterstützung und Motivation begleiteten auch mehrere Fans das Team, unter anderem die Ausschussmitglieder KommR Dieter Holzer, Elisabeth Habitzl und Sonja Prem. 

Gastgeberland Ungarn überzeugte mit Professionalität und Herz

Das Team Niederösterreich traf, wie andere Nationen auch, bereits am Vorabend des Bewerbs im Austragungsort ein und wurde in der Berufsschule Székesfehérvár herzlich empfangen. 

Das Organisationsteam um Krisztina Szereminé Hegedüs, Direktorin der Berufsschule Székesfehérvár hieß alle Teilnehmer bei einem Empfang um 18:00 Uhr in der Schule herzlich willkommen. Die Direktorin wünschte allen Akteuren viel Erfolg und betonte die Wichtigkeit solcher internationalen Nachwuchswettbewerbe. Beim gebotenen Abendprogramm begeisterte ein örtlicher Tanzverein mit akrobatischen Einlagen; eine Liveband der Berufsschule sorgte für die musikalischen Vibes und untermalte die Extreme Hair Show der Youngsterakademie, die avantgardistische Hochsteckfrisuren mit Leuchtelementen präsentierte.